
Sammlung Oskar Reinhart am Römerholz: Museum in Winterthur
Manche Kunstsammlungen sind so dicht gepackt, dass man das Gefühl hat, durch die Jahrhunderte zu spazieren. Die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur ist eine solche – über 200 Werke europäischer Kunst, von der Spätgotik bis zur Schwelle der Moderne, versammelt in einer ehemaligen Villa.
Gründung der Sammlung: 1924 · Anzahl Werke: über 200 · Museumseröffnung: 1970 · Standort: Winterthur
Kurzüberblick
- Die Sammlung umfasst über zweihundert Werke europäischer Kunst (Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» (offizielle Seite)).
- Den Schwerpunkt bildet die französische Malerei des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Impressionismus (Sammlung online).
- Die Villa liegt an der Haldenstrasse 95 in Winterthur (Standortangabe der Sammlung).
- Die genauen Ankaufsdaten und Verhandlungen hinter vielen Werken sind nicht öffentlich dokumentiert.
- Ob die Sammlung weiter wachsen oder sich auf den bestehenden Bestand beschränken wird, ist nicht offiziell kommuniziert.
- Die genaue Anzahl der Werke variiert je nach Quelle (über 200 vs. 209).
- 1885: Geburt von Oskar Reinhart (Biografie des Sammlers)
- Anfang 1920er: Grundstock der Sammlung gelegt (Sammlergeschichte)
- 1965: Tod Oskar Reinharts (Biografie)
- 1970: Eröffnung des Museums «Am Römerholz» (Kurztext zur Sammlung)
- Die Sammlung ist ganzjährig öffentlich zugänglich und wird regelmässig in Wechselausstellungen präsentiert (Museumswebsite).
- Führungen und Veranstaltungen vertiefen den Zugang zur Kunst. (Museumswebsite)
Viele Besucher kommen wegen der Impressionisten – und bleiben wegen der überraschenden Bandbreite. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie systematisch Reinhart vorging.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Gründer | Oskar Reinhart (1885–1965) (Sammlerseite, Museum) |
| Standort | Haldenstrasse 95, 8400 Winterthur (offizielle Adresse) |
| Anzahl Werke | über 200 (Startseite Sammlung); eine staatliche Quelle nennt 209 (Bundesamt für Kultur, BAK) |
| Zeitlicher Rahmen | Spätgotik bis Schwelle der klassischen Moderne (BAK – Denkmalpflege) |
| Schwerpunkt | Französische Malerei des 19. Jh., besonders Impressionismus (Sammlung online) |
| Bekannte Künstler | Delacroix, Corot, Monet, Manet, Toulouse-Lautrec, Courbet, Daumier, Renoir, Cézanne, van Gogh (Werkverzeichnis online) |
| Ältere Meister | Lucas Cranach d. Ä., Pieter Bruegel d. Ä. (Kurztext der Sammlung) |
| Museumseröffnung | 1970, nach Reinharts Tod 1965 (Zeitleiste Sammlung) |
Was diese Zahlen zeigen: Reinhart baute nicht bloss eine Sammlung auf, sondern eine Chronik der Kunstgeschichte – mit einer klaren Vorliebe für die französische Moderne.
Wer war Oskar Reinhart?
Oskar Reinhart (1885–1965) entstammte einer Winterthurer Handelsdynastie (Museum – Der Sammler). Schon Anfang der 1920er-Jahre legte er den entscheidenden Grundstock seiner Kollektion – zu einer Zeit, als die Moderne noch nicht etabliert und günstig zu haben war. Der Kaufmann mit feinem Auge kaufte nicht nur für sich – er plante bereits früh, die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Oskar Reinhart sammelte systematisch, aber nie planlos. Er kaufte Künstler in Werkgruppen, um zusammenhängende Schaffensperioden zu zeigen – etwa von Courbet, Daumler oder van Gogh. Das macht die Sammlung heute zu einem kohärenten Statement, nicht nur zu einer Ansammlung von Meisterwerken (Online-Verzeichnis der Werkgruppen).
Vom Unternehmer zum Kunststifter
- Reinhart wurde 1885 in Winterthur geboren (Museum – Der Sammler).
- Er übernahm früh Verantwortung im Familienunternehmen, doch die Kunst blieb seine Leidenschaft.
- In den 1920ern begann er den Grundstock zu legen – parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung der Schweiz.
Die Implikation: Oskar Reinhart handelte wie ein institutionalisierter Privatsammler – systematisch, langfristig, öffentlichkeitsbewusst. Für die Schweiz besitzt die Sammlung einen besonderen Wert: Sie vereint eine der bedeutendsten Privatsammlungen des Landes und macht sie zum nationalen Kulturgut.
Die Sammlung im Überblick
Die «Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»» umfasst über 200 Werke europäischer Kunst, von der Spätgotik bis an die Schwelle der klassischen Moderne (Bundesamt für Kultur – Denkmalpflege). Der zeitliche Bogen ist enorm: von Pieter Bruegel dem Älteren (um 1525–1569) über Lucas Cranach d. Ä. (1472–1553) bis zu Vincent van Gogh (1853–1890) und Pablo Picassos frühen Arbeiten.
Das Herzstück der Sammlung bleibt die französische Malerei des 19. Jahrhunderts. Insbesondere der Impressionismus und seine Vorläufer sind mit bedeutenden Werkgruppen vertreten – eine Konzentration, die Kennerschaft beweist. Für Schweizer Besucher ist dies ein einmaliger Zugang zu europäischer Kunstgeschichte unmittelbar vor der eigenen Haustür.
Die thematische Gliederung
- Französische Malerei des 19. Jh. einschliesslich Impressionismus und Vorläufer.
- Ältere europäische Meister: Bruegel, Cranach, Goya, Chardin.
- Ausgewählte Werke des frühen Modernismus (Picasso, van Gogh).
Die Struktur der Sammlung verrät, dass Reinhart nicht nur aneinandergereiht hat – die Werkgruppen zu einzelnen Künstlern sind umfangreich und erlauben tiefe Einblicke in deren Schaffen.
Künstlerische Schwerpunkte
Besonders herausragend ist die Vertretung der französischen Meister des 19. Jahrhunderts. Die Liste liest sich wie ein Who-is-who der Moderne: Eugène Delacroix, Camille Corot, Claude Monet, Édouard Manet, Henri de Toulouse-Lautrec, Gustave Courbet, Honoré Daumier, Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne und Vincent van Gogh (Sammlung online). Géricault und Manet sind mit besonders hervorgehobenen Spätwerken vertreten (Kurztext der Sammlung).
«Die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» ist eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Schweiz.»
– Museumswebsite, Kurztext
Der Fokus auf den Impressionismus ist kein Zufall. Reinhart gehörte zu den ersten Sammlern, die diese Kunst ernst nahmen. Das war damals nicht selbstverständlich – viele Zeitgenossen hielten die Malerei für unfertig. Der Handel: Reinhart setze auf eine Kunstrichtung, die sich später als eine der wichtigsten des 19. Jahrhunderts erwies.
Mehr als nur Franzosen: die Alten Meister
- Lucas Cranach der Ältere und Pieter Bruegel der Ältere eröffnen die Zeitreise (Kurztext).
- Goya und Chardin – Brücke zwischen Barock und Rokoko – sind als Einzelwerke präsent.
- Die Spannweite von Bruegel bis Picasso macht die Sammlung zu einer kleinen Kunstgeschichte in einem Haus.
Das Erstaunliche: Reinhart gelang es, auf engem Raum eine repräsentative Auswahl der europäischen Kunst zu zeigen. Für den Kunstinteressierten in der Schweiz ist dies eine seltene Chronologie, die kein Museum in dieser Dichte bieten kann.
Die Villa und der Standort
Die Sammlung befindet sich in der ehemaligen Villa Reinharts an der Haldenstrasse 95 in Winterthur (Museumsadresse). Die Villa «Am Römerholz» – nach der Lage benannt – beherbergt die Kunst in intimen Räumen, die an ein privates Haus erinnern. Anders als grosse Museen wirkt hier alles persönlich.
Die Sammlung ist in der ehemaligen Villa des Sammlers untergebracht und bewahrt so den Charakter einer privaten Kunstsammlung (Museumswebsite, Kurztext).
Warum der Standort Winterthur? Oskar Reinhart stammte aus Winterthurer Familie und wollte die Sammlung seiner Heimatstadt schenken. Die Villa wurde nach seinem Tod 1965 zur öffentlichen Museum umgewandelt und 1970 eröffnet. Der Bund übernahm die Liegenschaft und machte sie der Allgemeinheit zugänglich.
Öffnungszeiten und Anreise
- Geöffnet: Dienstag bis Sonntag (eingeschränkte Öffnungszeiten, bitte Website prüfen).
- Anreise: Mit dem Zug bis Winterthur, dann Bus oder 15 Minuten Fussweg vom Bahnhof.
- Eintritt: Erwachsene ca. CHF 15, ermässigt CHF 10 (Preise auf der Website).
Für einen Tagesausflug von Zürich aus ist die Sammlung leicht erreichbar und lohnt sich besonders für Liebhaber des Impressionismus.
roemerholz.ch, roemerholz.ch, roemerholz.ch, bak.admin.ch, roemerholz.ch
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»?
Es ist eine Kunstsammlung mit über 200 Werken europäischer Kunst, die in der ehemaligen Villa des Sammlers in Winterthur ausgestellt wird.
Welcher Künstler ist am besten vertreten?
Die französischen Impressionisten – besonders Claude Monet, Édouard Manet, Pierre-Auguste Renoir und Paul Cézanne – sind mit signifikanten Werkgruppen vertreten.
Wann wurde die Sammlung gegründet?
Der Grundstock wurde Anfang der 1920er-Jahre gelegt; das Museum öffnete 1970.
Wie viel kostet der Eintritt?
Der Eintritt beträgt CHF 15 für Erwachsene, ermässigt CHF 10. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt.
Kann man die Sammlung mit Führung besuchen?
Ja, es werden öffentliche Führungen sowie Gruppenführungen auf Anfrage angeboten.
Ist die Sammlung rollstuhlgängig?
Ja, die Villa und der Garten sind weitgehend barrierefrei.
Die Sammlung bleibt jederzeit einen Besuch wert und bietet einen tiefen Einblick in die europäische Kunstgeschichte.
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